Einen beachtenswerten Bericht gab es in der Nordwest-Zeitung am Montag zu lesen.

Unser Sportwart Carsten Herzog wies in einer Art "Offener Brief" auf die Widrigkeiten des Fußball-Spielbetriebes hin. Aufgrund der schlechten Witterung und der teils unvariablen Spielterminansetzungen könne man von einer Wettbewerbsverzerrung sprechen. Während unsere 1. Herren in der 16 Mannschaften Bezirksliga Weser-Ems erst 12 Spiele absolvierte, haben Sportvereine wie BW Lohne II (19 Spiele), FC Lastrup (18 Spiele), SV RW Damme (18 Spiele) und der Rest der Vereine bereits zwischen 13 - 17 Spiele hinter sich.

Das Spiele wegen Schnee, Eis, Regen oder Sturm ausfallen ist verständlich und sinnvoll. Die Gesundheit aller Beteiligten geht vor. Zu viele Pflichtspiele in kurzer Zeit kann aber auch ganz schön in die Knochen gehen und ´ne Verletzung provozieren. Nicht jede Mannschaft hat eine volle Ersatzbank, eine starke 2. und kann Spieler Pausen gewähren.

Barßeler machen ihrem Unmut Luft

Autor: Steffen Szepanski

Obwohl Fußball-Bezirksligist STV Barßel am Sonntag wieder nicht spielen konnte, wurde der sportliche Leiter des Vereins am Wochenende aktiv. Nachdem feststand, dass die Partie BV Garrel - STV Barßel ausfallen würde, verfasste Carsten Herzog eine Stellungnahme zum Thema Spielabsagen. Schließlich gebe es in Barßel Unmut wegen der sechsten Spielabsage im Jahr 2018. „Mittlerweile grenzt das Ganze an Wettbewerbsverzerrung“, so Herzog.

Der sportliche Leiter begründet den Satz damit, dass Mannschaften wie BW Lohne und RW Damme bereits sieben beziehungsweise sechs Spiele mehr absolviert haben als der STV. „Während diese Teams in der entscheidenden Saisonphase den geregelten Spielbetrieb haben, haben wir bis Anfang Juni ausnahmslos englische Wochen“, ärgert sich Herzog. „Wir spielen regelmäßig vier Spiele im Rhythmus von zehn Tagen.“

Zudem sei nun eine Phase ohne Punktspiel verstrichen, in der die Barßeler gerne gespielt hätten: „Wir sind seit Anfang Januar im Training und müssen seit Wochen mit Testspielen den Level hochhalten. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut wie nie, alle Spieler sind seit Wochen an Bord, aber wir spielen nicht“, fasst Herzog die Situation beim Schlusslicht zusammen. „Mit etwas Glück findet das erste Pflichtspiel des Jahres am 25. März statt. Dann ist man genau seit zehn Wochen im Training, ohne ein Pflichtspiel gehabt zu haben.“

Als Lösungsansätze des Problems sieht Herzog zwei Maßnahmen, von denen zumindest eine früher sehr umstritten war. „Hier ist auch etwas der Verband gefordert und sollte mehr zu Generalabsagen tendieren, damit sich die Belastung der Mannschaften doch gleichmäßiger verteilt.“ Als es die Generalabsagen noch gab, hatten sich jedoch oft Verantwortliche der Vereine geärgert, die eigentlich hätten spielen können.

Zudem kritisiert Herzog den Termin des Saisonbeginns. „So beginnt auch die neue Saison 18/19 erst Mitte August, während die Regionalliga etwa bereits zur besten Jahreszeit um den 20. Juli beginnt. Der Verband spricht immer von Veränderungen, aber gemacht wird es nicht.“

Quelle:
www.nwzonline.de(19.03.2018).
STV Barßel: Barßeler machen ihrem Unmut Luft

   
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